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Workshop Digital Health Perspectives '26 – Bridging Healthcare, Technology and Society

Datum und Uhrzeit

25.09.2026, 09:00 - 18:00 Uhr
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Beschreibung

Zusammenfassung  

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr freut sich die Fachgruppe Digital Health der GI, den Workshop „Digital Health Perspectives" erneut auf dem INFORMATIK FESTIVAL anzubieten – diesmal am 25. September 2026 in Dresden. Der Workshop findet erneut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. statt. 

Der Workshop beleuchtet aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze in der Digitalisierung des Gesundheitswesens und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Ziel ist es, Forschende und Praktiker:innen aus Medizin, Informatik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ethik sowie aus Startups und der Gesundheitswirtschaft in einen produktiven Dialog zu bringen. Willkommen sind Beiträge mit Bezug zum deutschen Gesundheitssystem ebenso wie solche, die unternehmerische Perspektiven und gestaltungsorientierte Ansätze im Digital-Health-Kontext einbringen. Angenommene Forschungsbeiträge werden in der GI-Edition Lecture Notes in Informatics (LNI) veröffentlicht. 

 

Thema und Motivation  

Die Rolle der Informatik in der Gesundheitsversorgung wandelt sich kontinuierlich. Die Verschmelzung digitaler Technologien mit medizinischen Prozessen, präventiven Maßnahmen und der Gesundheitsversorgung wird übergreifend als Digital Health bezeichnet. Die WHO definiert Digital Health als den Bereich der Wissenschaft und Praxis, der sich mit der Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien zur Verbesserung der Gesundheit befasst. 

In Deutschland stehen derzeit eine Reihe wegweisender Entwicklungen im Mittelpunkt: die flächendeckende Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA für alle), die Weiterentwicklung des E-Rezepts und die zunehmende Integration von DiGA und DiPA in die Regelversorgung. Mit dem Ausbau der Telematikinfrastruktur und der schrittweisen Anbindung an den European Health Data Space (EHDS) entstehen neue Möglichkeiten für eine vernetzte, datengetriebene Versorgung – und zugleich neue Fragen rund um Interoperabilität, Datenschutz und Patientensouveränität. 

Künstliche Intelligenz und Machine Learning gewinnen dabei zunehmend an praktischer Relevanz – etwa in der klinischen Entscheidungsunterstützung, der medizinischen Diagnostik und der Prävention chronischer Erkrankungen. Parallel dazu eröffnen neue Erprobungsregelungen für digitale Pflegeanwendungen und der wachsende Markt für Assistenzsysteme Potenziale, die bislang kaum erschlossen waren. 

Diese Entwicklungen werfen technische, gestalterische, unternehmerische und regulatorische Fragen auf, zu deren Beantwortung verschiedene Disziplinen beitragen müssen: Medizininformatik, Bioinformatik und Wirtschaftsinformatik ebenso wie Ethik, Recht und Ökonomie. Der Workshop lädt zu diesem interdisziplinären Diskurs ein und freut sich insbesondere über Beiträge, die neue Impulse für die digitale Transformation des Gesundheitswesens setzen. 

 

Mögliche Beiträge  

Der Workshop begrüßt Beiträge im Bereich Digital Health, die ein breites Spektrum an Methoden abdecken – darunter qualitative und quantitative empirische Ansätze, gestaltungsorientierte Forschung (Design Science), Literaturübersichten und konzeptionelle Arbeiten. Ausdrücklich willkommen sind auch interdisziplinäre Beiträge mit unternehmerischer Perspektive, etwa zu Digital-Health-Startups, Geschäftsmodellen oder Innovationsprozessen im Gesundheitswesen. 

Rein technische Ansätze und Spezifikationen sind von einer Einreichung ausgeschlossen, da der Fokus auf der integrativen Betrachtung von technologischen, sozialen und organisatorischen Aspekten liegt.  

 

Eingereicht werden können:  

  • Abgeschlossene Forschungsarbeiten (Full Papers, max. 12 Seiten)  
  • Laufende Forschungsarbeiten (Work in Progress, max. 6 Seiten)  
  • Diskussionsbeiträge (Extended Abstracts, max. 1 Seite)   

 

Die zur Präsentation angenommenen Forschungsbeiträge (Full Papers und Work in Progress Papers) werden in der GI-Edition Lecture Notes in Informatics (LNI) veröffentlicht.  

Diskussionsbeiträge (Extended Abstracts) fließen nicht in den Tagungsband ein, bieten aber die Möglichkeit, Praxiserfahrungen und laufende Projekte einem Fachpublikum vorzustellen und zu diskutieren.  

 

Einreichungen können unter anderem zu folgenden Themenbereichen erfolgen:  

  • Technologien und Anwendungen:  

    • Künstliche Intelligenz und Machine Learning im Gesundheitswesen  

    • Wearables, Sensorik und Internet of Things (IoT)  

    • Virtuelle und Augmentierte Realität im Gesundheitswesen  

    • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Pflegeanwendungen (DiPA) 

    • E-Rezept und digitale Transformation der Apotheken  

  • Infrastrukturen und Systeme:  

    • Telematikinfrastruktur und elektronische Patientenakte (ePA)  

    • Krankenhausinformationssysteme und Praxisinformationssysteme  

    • Supra-nationale Datenräume und European Health Data Space (EHDS)  

    • Datenschutz und Informationssicherheit in der digitalen Medizin  

    • Interoperabilität im Gesundheitswesen   

  • Spezielle Anwendungsfelder:  

    • Mental Health und Digital Well-Being  

    • Personalisierte/Individualisierte Medizin  

    • Genomics und andere -omics Technologien  

    • Digital Public Health und Gesundheitsförderung  

  • Übergreifende Aspekte:   

    • Digital Health Literacy und Nutzerakzeptanz  

    • Ethische und rechtliche Aspekte der Digitalisierung  

    • Ökonomische Aspekte von Digital Health  

    • Change Management und digitale Transformation  

  • Unternehmerische und gestalterische Perspektiven: 

    • Digital Health Entrepreneurship und Startups  

    • Geschäftsmodelle und Wertschöpfung im digitalen Gesundheitswesen  

    • Innovationsmanagement und Reallabore im Gesundheitswesen 

 

Beiträge und Einreichung  

Forschungsbeiträge sollen nicht mehr als 6 Seiten (Work in Progress) bzw. 12 Seiten (Full Paper) umfassen (inklusive Abbildungen/Tabellen, Literatur und Anhängen) und sie können in englischer oder deutscher Sprache verfasst sein. Sie werden durch Mitglieder des Programmkommittees und andere Autoren anonym begutachtet. Angenommene Forschungsbeiträge werden in der GI-Edition Lecture Notes in Informatics (LNI) veröffentlicht.   

Die Einreichung erfolgt seit diesem Jahr zentral für alle Workshops des INFORMATIK FESTIVALS über das Konferenzverwaltungssystem ConfTool. Einreichende Autor:innen müssen i.d.R. zunächst ein Benutzerkonto anlegen und dann den Workshop „Digital Health Perspectives – Bridging Healthcare, Technology and Society“ auswählen.  

Sie finden das Konferenzverwaltungssystem unter folgendem Link: 

https://www.conftool.org/informatik2026 

 

Format 

Forschungsbeiträge müssen im aktuellen LNI-Format eingereicht werden und sind sowohl als PDF als auch als LaTeX-Quelldateien (ZIP-Archiv) hochzuladen.  

Wir empfehlen die Nutzung von Overleaf als kollaborativen Online-LaTeX-Editor – insbesondere für Autorinnen und Autoren, die wenig Erfahrung mit LaTeX haben. Das offizielle LNI-Template ist direkt in der Overleaf-Galerie verfügbar und ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg ohne lokale Installation.  

Hinweise und aktuelle Vorlagen finden Sie unter: 

https://www.overleaf.com/latex/templates/template-for-lecture-notes-in-informatics-lni-manuscripts/hydnrjckjwrp  

 

Bitte beachten Sie: Mit der Einreichung von Forschungsbeiträgen erklärt sich das Autorenteam bereit, bis zu zwei Begutachtungen von anderen eingereichten Beiträgen vorzunehmen, die für den Workshop eingereicht wurden (peer-review).   

 

Wichtige Termine  

  • 07.05.2026 - Einreichungen der Paper (Soft Deadline) 

  • 21.05.2026 - Einreichungen der Paper (Hard Deadline, per ConfTool) 

  • 20.06.2026 - Gutachten finalisiert von Gutachtern 

  • 01.07.2026 - Mitteilung (Notification) an Autoren 

  • 12.07.2026 - Einreichung camera-ready Papers von Autor:innen (per ConfTool) 

  • 26.07.2026 - finale Einreichungsfrist Proceedings (camera-ready) für Track Chairs 

  • 30.07.2026 31.08.2026 (verlängert) - Einreichungsschluss für Extended Abstracts (per E-Mail an die Organisatoren unter: melanie.reuter-oppermann@dgre.org und till.winkler@fernuni-hagen.de

Weitere Hinweise zur Einreichung und den Fristen finden Sie in den FAQ der Konferenz

 

Ablauf des Workshops  

Nach einer eröffnenden Ansprache werden im Workshop die angenommenen Beiträge nach thematischen Sessions gruppiert vorgestellt und diskutiert. Hierbei wird den Teilnehmenden auf Forschung und Praxis ausreichend Möglichkeit für Fragen und Diskussion eingeräumt.  

Im Anschluss findet am Nachmittag (14:00–18:00 Uhr) eine Panel-Diskussion mit Vertreter:innen aus der Praxis sowie aus Startups und der Gesundheitswirtschaft statt – eine Gelegenheit, Forschungsperspektiven mit unternehmerischen Erfahrungen zu verknüpfen. 

Der Workshop endet mit einem Wrap-up der Organisatoren.   

 

Organisation  

Der Workshop wird organisiert von den Ko-Sprechern der Fachgruppe Digital Health:   

Prof. Dr. Melanie Reuter-Oppermann, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und Deutsche Gesellschaft für Rettungswissenschaften (melanie.reuter-oppermann@dgre.org)  

Prof. Dr. Till Winkler, FernUniversität in Hagen (till.winkler@fernuni-hagen.de)   

Prof. Dr. Prof. Dr. Heiko Gewald, Hochschule Neu-Ulm 

Für Anfragen und Rückfragen kontaktieren Sie uns gern!   

 

Programmkommittee 

Die folgenden Mitglieder der Fachgruppe Digital Health sowie der GMDS unterstützen den Workshop: 

  • Mustapha Addam, FernUniversität Hagen  

  • Prof. Dr. Rüdiger Breitschwerdt, Wilhelm Büchner Hochschule  

  • Prof. Dr. Torsten Eymann, Universität Bayreuth  

  • Prof. Dr. Peter Fettke, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Universität des Saarlandes  

  • Hannah Greß, Universitätsklinikum Bonn  

  • Dr.-Ing. Elias Grünewald, Charité - Universitätsmedizin Berlin  

  • Prof. Dr. Selcan Ipek-Ugay, Berliner Hochschule für Technik (BHT) sowie FG Frauen und Informatik der GI  

  • Dr.-Ing. Sabine Janzen, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)  

  • Dr. med. Michael Neugebauer, FernUniversität Hagen / Universitäts-Kinderspital Zürich  

  • Dr. Philipp Reindl-Spanner, Technische Universität München  

  • Prof. Dr. Sebastian Robert, Technische Hochschule Rosenheim  

  • apl. Prof. Dr. Hannes Schlieter, Technische Universität Dresden  

  • Benedict Väth, Julius-Maximilians-Universität Würzburg